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CITY CHECK: Kopenhagen

Der Sommer lief in den letzten 2 Wochen auf Hochtouren. Neben Grillgeruch auf sämtlichen Grünflächen und Balkonen Kölns waren auch die Temperaturen für einige Blasshäutige unter uns unerträglich. Was ist da also naheliegender als die Flucht vor der Sonne in den Norden ans Meer! Da bei einem Kurztrip Shopping und Stadtleben nicht zu kurz kommen dürfen, möglichst also ein Stadturlaub am Meer! Um genauer zu sein, die wundervolle dänische Stadt Kopenhagen wurde besucht!

1 Flugstunde entfernt und im Durchschnitt 10 Grad kühler. Das ist eine gute Alternative zu den ashpaltbrechenden Ü30 Temperaturen in Deutschland!

Um euch die Stadt etwas näherzubringen, erzähl ich euch etwas zu den 4 Eckpfeilern eines gelungenen Citytrips in die skandinavische Metropole an der Ostsee: Sehenswürdigkeiten, Essen, Shopping, Menschen!

Sehenswürdigkeiten:

Die Stadt Kopenhagen ist mit Grachten durchzogen und liegt mit dem neuen, modernen Gastronomie- und Theaterhafen als Treffpunkt im Sommer direkt am Wasser. Teile des Hafens sind aufgrund der guten Wasserwerte auch zu abgegrenzten Schwimmbereichen mit Rutschen und Sonnenterrassen umgebaut worden.

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Die wichtigsten Ortsteile sind  Nörrebro, Österbro, Vesterbro, Nyhavn und Christiania. Die Laufwege sind stets kurz und man kann die Stadt gut zu Fuß erkunden. Alle wichtigen Shopping Adressen finden sich in der Innenstadt. In Nörrebro und Vesterbro kann man sehr gut essen und findet kleinere Museen. Nyhavn und Österbro bieten den neuen Hafenabschnitt mit riesigen Yachten, tollen Cafes und natürlich das klassische Touristenziel, „die kleine Meerjungfrau„. In Christiania erlebt man das Hausbesetzerdasein hautnah, eine kleine freie liberale Gemeinschaft inmitten einer europäischen Großstadt. Hier gibt es Batikkleidung, Multikulti Essstände, ein gelockertes Drogengesetz in Bezug auf den Konsum von Cannabis und ganz viele entsprechend unterhaltsame Menschen.

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Generell bietet Kopenhagen viele interessante Anlaufpunkte für Architektur- und Design-Begeisterte, die nicht in Form von Museen existieren. Von daher, einfach die Stadtkarte in die Hand nehmen und durch die Stadt schlendern und Kopenhagen erleben!

Wer in Kopenhagen einen Tag besonders für die Kinder (oder Junggebliebenen) gestalten möchte, dem sei der Tivoli Park empfohlen.

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Ein Freizeitpark mit Fahrgeschäften, Park- und Teichanlagen, Amphitheater, Konzerten und Restaurants direkt im Herzen der Stadt! Apropos Restaurants…

Essen:

Der Däne ist allgemein bekannt für ein kurzes knackiges Frühstück (meist bestehend aus einem knackigen Müsli oder ein paar Scheiben Brot mit Aufstrich oder Konfitüre) und ein ausgedehntes aber durchaus leichtes Mittagessen, das „Smörebröd“.

Hier wird körniges Roggen- oder Vollkornbrot (vorzugsweise saftig-körnige Mischbrote mit Hülsenfrüchten oder Möhren drin) auf den Tisch gestellt, zusammen mit den drei Basissäulen Fisch, Pastete und Käse. Eingelegter Hering, marinierte Matjes, Krabben oder geräucherter Fisch mit Remoulade, Mayonaise, Zwiebeln, Gürkchen, usw. werden als erstes gegessen. Danach folgt meist der Fleischteil mit der traditionellen Pastete zusammen mit roter Beete, Tomaten oder frischem Dill. Einfach lecker! Zum Abschluss gibt es ein herzhaftes Stück dänischen Käse (oftmals ein sehr reifer – Nase zu – oder mit Blauschimmel) zusammen mit dem obligatorischen Glas Aquavit! So lässt es sich leben, am Mittagstisch sitzt die ganze Familie und man tauscht sich aus und schnappt sich immer wieder zwischendurch einen Happen. Das Abendessen ist wie bei uns gewöhnlich warm.

Wenn ihr als Touris in Kopenhagen unterwegs seid und unbedingt eine richtige „Brotzeit“ erleben wollt, geht mittags ins „Kanal Caffeen“ (Frederiksholm Kanal 18). Hier bekommt ihr eine Speisekarte in 5 Sprachen (also kein Problem auch ohne Dänisch-Kenntnisse) und ihr kreuzt euch einfach euer Wunschbrot an, zusammen mit der Brotsorte. Erfahrungsgemäß braucht ihr nicht mehr als 2-3 auswählen, da die Portionen großzügig sind. Möchte man zum Smörebröd traditionell einen Aquavit trinken, wird einem einfach die eisgekühlte Flasche auf den Tisch gestellt und die getrunkene Menge später abgemessen. So einfach. Sehr urig mit Seefahrer Flair innen und Grachtenlokal aussen, lecker und original!

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Weitere Alternativen für gutes und typisches skandinavisches Mittagessen sind „Told & Snaps“ (Toldbodgade 2) und „Skipperkroen“ (Nyhavn 27)! Jedoch solltet ihr bedenken, dass die Preise hier etwas gehobener sind, da beide Lokale im hippen Bereich des neuen Gastronomie Hafens Nyhavn liegen. Da mag ich es lieber urig und original!

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Wer lieber in Kopenhagen den obligatorischen Burger- und Pizzatest machen möchte (das gehört irgendwie zu jedem Städtetrip dazu), dem sei zum einen für Pizza das Bio-Lokal „Neighbourhood“ (Istedgade 27) empfohlen. Die perfekt kombinierten frischen Bio-Zutaten bei Pizzen und Cocktails schmecken garantiert jedem und das Lokal sieht zudem in dem minimalistischen Look aus Betonwänden und Holzmöbeln stylisch aus.

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Für Burger kann man in der Stadt immer mal ins „Café Sommersko“ (Kronprinsengade 6, gegenüber von Le Fix) gehen und das Special mit 180g Steakfilet ausprobieren.

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Für gute Burgervarianten gibt es mehrere Standorte der „Bronx Burger Bar“ (Hauptlokal Nörrebrogade 114) und gegenüber von Neighbourhood „Vesterbros Originale Burgerrestaurant“ (Istedgade 34-36). Vesterbro kann man ausnahmslos zum Essen gehen empfehlen. Tolle Lokale mit guten Zutaten und normalen Preisen.

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Für asiatisches Street Food sind „nam nam“ (singalesisch) und „lêlê“ (vietnamesisch) zu empfehlen.

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Kleinigkeiten zwischendurch bekommt man in der Stadt überall bei „7 Eleven„, einer Kette von kleinen ToGo Supermärkten mit Bäckerei, Apotheke, Post und allem anderen wichtigen, was man evtl. abends noch besorgen muss.

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Shopping:

Neben den üblichen Verdächtigen wie H&M, Zara, Weekday oder COS gibt es in der Innenstadt auch Monki, Topshop, Tiger und Illum Filialen. Somit kann man schonmal alle großen Läden abhaken. Hier finden sich aber auch zum Teil Kollektionen, die ihren Weg nicht in die deutschen Stores gefunden haben.

Tiger und Illum sind für alle Deko-, Bastel-, DIY- und Designfreunde ein Muss. Während man bei Tiger alles von der bunten Heftklammer über Ping Pong Schläger bis hin zu Lakritzgeschenken (ich würde es als eine Mischung aus Primark und Staples bezeichnen) finden kann, hat man bei Illum ein tolles Angebot an skandinavischem Design und den großen hochwertigen Interior Marken.

Für alle, die jenseits des Mainstreams oder eher Street Fashion einkaufen wollen (ja, in Kopenhagen gibt es auch Flagship Stores der Haute Couture Labels, nur sind diese für mich nicht von Interesse bzw. exorbitant teuer), denen kann ich folgende Stores in Kopenhagen empfehlen:

Habt ihr Interesse an hochwertiger Streetwear von Wood Wood, Stone Island, Stüssy und Co., solltet ihr definitiv bei Wood Wood (Grønnegade 1) und Le Fix (Kronprinsensgade 9B) vorbeischauen. Beide Stores haben selbstverständlich auch ihre eigenen Brands und Kollektionen vorrätig und darüber hinaus eine gute Auswahl an Turnschuhen. Hier fanden sich Kollabo Modelle von Colette bis Solebox.

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Wollt ihr generell nach Sneakern schauen, schaut auch bei Norse Projects (Vestergade 12A), Flavour (Skindergade 19), Street Machine (Laplandsgade 11), Rezet (Rådhusstræde 7) und Drop Dead (Larsbjørnsstræde 16) vorbei. In diesen Stores findet ihr neben einer guten Sneakerauswahl auch exklusive Teile von dänischen Labels wie Rascals, Le Fix oder Oill.

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Besonders angetan war ich vom Naked Store (Klosterstræde 10), wo ausschliesslich Frauenmodelle von Turnschuhen bis maximal Größe 42 angeboten werden. Ein kleines exklusives Paradies für alle Mädels (und Männer mit kleinen Füßen), die somit ihre eigene Anlaufstelle für ihr neues Paar Asics oder Nikes haben.

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Generell sei also gesagt, dass Kopenhagen als Shopping Ziel zwar reizvoll ist, man jedoch durchaus bei den kleinen Labels bleiben sollte, da man sonst sehr schnell sehr viel Geld ausgeben kann. Die Preise in Kopenhagen sind zwar mit unseren Preisen zu vergleichen, jedoch ist das Angebot von Dingen, die es bei uns nicht gibt, durchaus eine Verlockung.

Menschen:

Die Dänen sind ein freundliches und entspanntes Völkchen. Es wird gerne gelacht und Kopenhagen hat ein angenehmes Tempo. Es wird gerne am Hafen oder in Cafes gesessen, sich unterhalten und gegessen und getrunken. Ein Großteil der Dänen spricht fliessend Englisch, ein kleiner Teil auch etwas tysk, also deutsch. Die Stadt ist voll mit attraktiven Menschen, aufgeschlossen und humorvoll. Somit kommt man schnell ins Gespräch mit den Leuten, kann sich austauschen und Geheimtipps erfahren. So machen Städtetrips Spaß und Kopenhagen ist in jedem Fall eine Reise wert, sei es lediglich um den sommerlichen Temperaturen etwas zu entkommen oder um etwas Shopping und Sightseeing zu betreiben.

Ich hoffe, mit dem kleinen Reisebericht einen Einblick in die Stadt gegeben zu haben und die Lust auf mehr geweckt zu haben. Skol.

Hier noch ein paar weitere Bilder und Eindrücke der Stadt:

 

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