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City Check: Kapstadt

Angenehme Sommertemperaturen im Winter gefällig oder auf der Suche nach richtig viel Sonne und Hitze in der Sommerzeit? Und das ganze nach Möglichkeit ohne großen Jetlag, damit man direkt ans Meer oder auf Entdeckungstour gehen kann? Dieses Jahr wurde Kapstadt besucht: die südafrikanische Metropole, in der alle Nationalitäten und Weltmeere zusammentreffen. Im folgenden Blog möchte ich euch die Stadt etwas näher bringen!

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10-12 Flugstunden von Köln entfernt, im Durchschnitt 20 Grad wärmer, 1 Stunde Zeitunterschied und dennoch fühlt man sich nicht gänzlich fremd. Woran das liegt, erläutere ich später. Auf jeden Fall ist Kapstadt eine schöne und abwechslungsreiche Alternative zu den üblichen City Trips durch europäische Städte, da hier nicht nur eine angenehme Temperatur (ausser im Sommer, dann können es durchaus weit über 40 Grad werden!) herrscht, sondern auch die Stadt und die Menschen von Anfang an vertraut wirken. Ich beginne aber zunächst mit den Sehenswürdigkeiten.

Sehenswürdigkeiten:

Kapstadt ist nach Johannesburg die zweitgrößte Stadt Südafrikas mit etwa 3,5 Millionen Einwohnern und liegt mit den Stränden und Häfen an der sogenannten Tafelbucht, wo sich der atlantische und indische Ozean treffen. Das merkt man an den teils starken Winden und dem ganzjährig warmen Meereswasser. Hätte ich nicht so eine Angst vor Haien, hätte ich dort sicherlich mal Surfing ausprobiert. Jede Wasserratte sollte dort aber auf jeden Fall die Küsten checken, da die Surferszene dort auf jeden Fall sehr groß ist.

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Wie der Name Tafelbucht schon vermuten lässt, liegt in Kapstadt auch die weltweit berühmte Sehenswürdigkeit, der Tafelberg. Dieser erstreckt sich durch die ganze Stadt und egal, in welcher Ecke von Kapstadt man gerade unterwegs ist, der „Table Mountain“ ist stets zu sehen.

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Bleiben wir bei der Natur! Rund um Kapstadt kommt man mit dem Taxi oder einem Mietfahrzeug schnell zu den Küstenorten ausserhalb wie beispielsweise Noordhoek Beach oder Boulders Beach, wo man Wale beobachten, zu den Haien herabtauchen (Nein, ich habe das nicht gemacht!) oder Pinguine in ihren natürlichen Kolonien antreffen kann. Die Naturkulisse ist traumhaft schön und sehr sehenswert.

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Man kommt überall günstig hin, da alles in Südafrika im Vergleich zu europäischen Ländern günstig ist. Sei es das Taxi, Mietfahrzeuge oder Cable Car. Mit der Cable Car müsst ihr bei gutem klaren Wetter auf den Tafelberg, die Aussicht ist der Wahnsinn!

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Innerhalb von Kapstadt selbst findet ihr vom neugebauten Hafenbezirk mit den teuren Flagship Stores über gutsortierte Supermärkte und Strassenbasare auf der Kloof und Bree Street bis hin zu leckeren Restaurants und Bars in den Seitenstraßen des Zentrums alles, was den Stadt- und Kulturentdecker erfreut.

Essen:

In Südafrika werden durch die Küstennähe natürlich viele Fischgerichte gegessen. Gerichte mit Meeresfrüchten, Doraden und Thunfisch sind typisch. Dazu wird Gemüse gegessen, welches auch oft als Eintöpfe serviert wird. Ein typisches Essen in Südafrika sind Boerewors, eine gekochte Wurst (ähnlich unserer Brühwurst) und Biltong, eine abgehangene luftgetrocknete Rinderwurst. Diese ist meist pechschwarz und sieht auf den ersten Blick aus wie Hundefutter. Glaubt mir aber, gutes Biltong lohnt sich! Es ist leicht zu kauen, trocken und würzig-rauchig. Lecker! Ich habe mir direkt ein paar Päckchen für die Heimreise eingepackt.

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Darüber hinaus findet man durch die europäische Prägung der Stadt auch überall gute Burger- und Street Food-Restaurants, wo man für umgerechnet 4-5 Euro sehr leckere Gerichte mit Getränk und Nachtisch bekommt. Generell sei nochmal zu sagen, dass man sehr gut und günstig in Kapstadt essen kann. Essen in der Qualität und zu den Preisen auf europäischem Gastronomie Niveau habe ich so noch nirgends ausserhalb von Europa gesehen.

Die mit Abstand leckersten Burger, und täglich nur in limitierter Anzahl, gab es bei The Dog’s Bollocks (6 Roodehek Street). Authentisch und frisch. Wollt ihr eine traditionelle Broewors auf die Hand mit allem drum und dran, geht in die Gourmet Broerie (8 Kloof Street). Hier gibt es die Broewors traditionell im Brötchen oder mit exklusiven Beilagen wie leckeren Salaten und Saucen.

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Richtig leckeren südafrikanischen Weißwein und megafrische Riesensushi (für deren Preis ihr noch nicht mal 5 einfache Makis bei Bento Box bekämt) könnt ihr in einem der zahlreichen Restaurants in den südafrikanischen Weinbergen um Kapstadt herum bekommen. Ich war unter anderem im stylischen Restaurant des Beau Constantia Vineyard im Süden von Kapstadt essen. Schaut euch diese riesigen Inside Out Rolls an! Megalecker! Und der Ausblick erst…CT_hoch_08CT_quer_17

Generell gibt es in Kapstadt neben der regionalen Küche alles an internationalen Gerichten. Egal, ob italienische Trattoria oder deutscher Metzgermeister. Wollt ihr euch durch verschiedenste Gerichte schlemmen, empfehle ich den Food Market an der Victoria & Albert Werft, kurz V&A Waterfront.

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Shopping:

Neben den üblichen Verdächtigen wie die großen internationalen Modeketten, die sich in den Einkaufspassagen der V&A Waterfront befinden, gibt es auch einige Perlen in der Innenstadt. Natürlich ist der Watershed Design Market super, um regionales Kunsthandwerk oder Textilien zu kaufen; jedoch auch meist zu europäischen Preisen. Generell kann man aber handeln.

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Was Streetwear und kleine südafrikanische Brands angeht, kann ich ganz klar A Store Is Good (34 Kloof Street) und Shelflife (119 Loop Street) empfehlen. Hier finden sich auch zum Teil Kollektionen und Schuhe, die bei uns nicht erschienen sind oder bereits sold out waren. Ausserdem gibt es einen Supreme Being (32 Kloof Street) und Puma Select Store (ähnlich wie Adidas Originals oder Nike Fragment, 137 Bree Street), in denen ihr sicherlich Teile findet, die ihr bei uns nicht gesehen habt!

Allgemein sei also gesagt, dass Kapstadt als Shopping Ziel zwar reizvoll ist, man jedoch durchaus bei den regionalen interessanten Labels bleiben sollte, da man sonst 1. genausoviel Geld ausgibt wie in Deutschland und 2. nichts spezielles findet. Und darum geht es ja im Urlaub, oder? Andenken an Land und Leute.

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Menschen:

Kommen wir zu den Menschen in Kapstadt. Wie man sicherlich rauslesen konnte, ist die Stadt sehr europäisch geprägt. Das ist zum einen darauf zurückzuführen, dass Südafrika ein Kolonialland war, lange Zeit dort die Apartheid herrschte und zum anderen europäische Investoren für europäische Urlauber und Residents (viele europäische Rentner verbringen fast die Hälfte eines Jahres dort in ihrem Feriendomizil, aufgrund des warmen Klimas) in Kapstadt großflächig restaurieren, sanieren und bauen.

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Man findet in der Stadt Cafés in von Pflastersteinen bedeckten Seitenstraßen, die an Paris oder Mailand erinnern. Shopping Malls und Fast Food Dailys, die sehr britisch wirken und einen Business & Financial District, bei dem man in der Straßenschlucht stehend denken könnte, man sei in New York. Daher fühlt man sich, wie eingangs angesprochen, nicht völlig fremd.

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Auf der anderen Seite hat man an manchen Straßenenden oder Sackgassen, die am äußeren Stadtrand liegen, den Einblick in angrenzende Townships, die Armenviertel, in denen die Ärmsten der Armen in Wellblechhütten ohne Wasser und Strom wohnen. Als aufgeklärter Mensch reflektiert man natürlich; spätestens wenn man in der Stadt angebettelt wird, aber nicht wie bei uns nach Geld, sondern nach Essen. Der Kontrast zwischen Arm und Reich ist in manchen Gegenden der Stadt spürbar. Dennoch sind alle Menschen dort herzlich und freundlich.

Der Südafrikaner an sich ist genügsam und sehr entspannt. Daher ticken die Uhren dort auch etwas langsamer, und man muss sich mit seiner deutschen Gründlichkeit etwas zurücknehmen, wenn das Essen im Lokal mal etwas länger dauert oder der linksspurige Verkehr unorganisiert scheint. So ist es nunmal. Dafür bekommt man ein freundliches Hallo, leckeres Essen und eine gute sonnige Zeit. Was will man also mehr?

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Ich hoffe, mit dem kleinen Reisebericht einen Einblick in die Stadt und Region gegeben zu haben und die Lust auf mehr geweckt zu haben.

Hier noch ein paar weitere Bilder und Eindrücke der Stadt:

PS: Hier der südafrikanische Club Hit, der mir im Ohr geblieben ist. CARACARA!

 

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