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DIY: Teller selbst gestalten

„Design dein eigenes Geschirr!“ – Seid ihr es auch satt, von leeren Tellern zu essen? Ein passendes Design zu euren Lieblingsspeisen soll her? Oder ein olles Gericht mit stylischem Geschirr aufpimpen und schon wird aus den Nudeln mit Ketchup ein kleines Schmuckstück? Geht klar!

Was ihr dafür benötigt:

  • Blanke flache Speiseteller aus ofenfester Keramik (z.B. von Ikea)
  • Transparentpapier
  • Weicher Bleistift, normaler Bleistift und schmierfester Fineliner, der auch auf glatten Flächen schreibt
  • Kreppklebeband
  • Dünne Pinsel
  • Keramikfarbe in der Nuance eurer Wahl; hierbei würde ich aus eigener Erfahrung von Farbe mit dem Zusatz „auf Wasserbasis“ abraten, da sie nicht so stark deckend ist und ihr dementsprechend mehrere dicke Schichten auftragen müsst, um ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Dadurch leidet aber leider die Qualität des Motivs nach dem Brennen. Seid schlauer und lasst euch im Bastelladen beraten! 😉
  • …und natürlich ein Backofen!

Losmalen, losbacken!

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1. Sauber beginnen

Es ist wichtig, dass die Teller vollständig sauber sind. Verschmutzungen oder sonstige Reste auf den Tellern können sich beim späteren Brennen in die Farbe einbrennen oder sogar mit dieser reagieren.

Entscheidet euch für ein schönes einfarbiges Motiv, einen Schriftzug, Logo oder was euch grade in den Sinn kommt und übertragt das Motiv per Drucker oder Abzeichnen auf ein Stück Papier. Da mein Drucker leider den Geist aufgegeben hat, habe ich mein Motiv auf dem iPad gelassen und dieses dann durch Abpausen einfach auf das Transparentpapier übertragen. Dafür legt ihr euer Transparentpapier einfach auf den Ausdruck oder den Druck und paust die Umrandung ab.

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2. Motiv auf den Teller übertragen

Habt ihr das Motiv nun von eurem iPad oder Ausdruck abgepaust, legt ihr das Transparentpapier nun spiegelverkehrt auf einen flachen Untergrund und zeichnet die Konturen mit einem weichen Bleistift kräftig nach, damit sich eine Menge Blei bildet. Achtet bitte darauf, dass ihr beim Kritzeln nichts von dem Blei verwischt.

Anschließend legt ihr das Papier wieder richtig herum auf den Teller, fixiert es mit etwas Kreppband (am besten leicht lösbares, da Klebereste auf dem Teller beim späteren Brennen ganz schön stinken und sicherlich auch gesundheitsschädlich sein können) und zeichnet die Konturen mit kräftiger Hand nach.

Sobald ihr damit fertig seid, entfernt ihr das Papier vorsichtig und siehe da! Die Konturen sind ganz schwach auf dem Teller zu sehen. Jetzt aber bloß nicht husten, prusten oder niessen! Der feine Staub ist schnell weggewischt, deshalb solltet ihr direkt mit dem Nachziehen der Kontur beginnen. Dazu nehmt ihr einen Fineliner, der auf glatten Oberflächen schreiben kann und zeichnet vorsichtig und so dünn wie es geht die Kontur eures Motivs nach.

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3. Pinsel it!

Füllt die Konturen nun mit der Keramikfarbe aus. Vergesst aber nicht, die Fläche ab und an mal nachzukontrollieren, ob ihr die Kontur auch übermalt habt. Ich habe diesmal leider Farbe auf Wasserbasis benutzt und musste daher sehr viel schichten. Wie bereits erwähnt, solltet ihr euch kurz beraten lassen, um auch wirklich das Ergebnis zu bekommen, welches ihr euch vorgestellt habt.

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4. Dry it!

Bevor der Teller nun in den Ofen wandert, müsst ihr ihn für ca. 4 Stunden stehen lassen, damit die Farbe sich mit dem Material verbinden kann. Bitte beachtet jedoch, dass jede Farbe eine andere Anwendungszeit haben kann. Somit zählt in erster Linie das, was auf eurem Tiegel steht.

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5. Bake it!

Sobald die Farbe fest ist, ist es Zeit, euer Design final einzubrennen. Stellt den Teller in den kalten (!) Backofen und schaltet euren Backofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze ein. Wichtig ist, dass der Teller in den komplett kalten Backofen gestellt wird, da er sonst zerbrechen kann. Nun heisst es warten, 90 Minuten schwitzt der Teller nun in der Sauna. Hierbei gilt wieder: Befolgt die Anweisungen bezüglich Gradzahl und Brennlänge gemäß der Anweisungen, die auf eurem Tiegelchen stehen!

6. Fertig!

Ist die Brennzeit vorbei, lasst ihr den Teller im geschlossenen Ofen ordentlich auskühlen. Sobald der Ofen vollständig abgekühlt ist, könnt ihr die Teller herausnehmen. Ihr solltet außerdem nicht unmittelbar danach Essen in den Ofen stellen.

Jetzt aber viel Spaß mit euren selbstgestalteten Tellern und guten Appetit!

Möchtet ihr mit denselben Designs eure Teller schmücken? Dann ladet euch einfach kostenlos meine Vorlagen als PDF runter!

Motiv „Beef“ (0,3 MB)

Motiv „Eat Me“ (0,3 MB)

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